Review Safe Club (Kamenz) 28. Mai 2011

Reiseunternehmen und Mathezentrum INFIGHT…

… gestern Abend in Kamenz hatten wir eine spannende Diskussion. Es ging um das Zeit/Musik- Verhältnis einer jungen Band. Beispielsweise wir. Eine Dame aus dem Publikum hatte nämlich die Frage in den Raum geworfen, ob sich das eigentlich lohne, also das Musikmachen. Dazu muss ich jetzt einige kleine Informationen zuvor loswerden: 1. Kamenz liegt nordöstlich von Dresden und nicht, wie Navigationssystem No-Star naiv angenommen hatte, irgendwo im Allgäu. Von der Homebase Freiburg sind das ca. 730 km. 2. Schafft unsere Bounty ca. 120 km pro Stunde und die beiden Rücksitzer Zorkon und No-Star müssen 3. ihr Konfirmantinnenbläschen ca. alle 35 Minuten leeren…. nein, ich muss die Aussage korrigieren… Shorty muss unter 3. mit aufgenommen werden! Nach meinen mathematischen Fähigkeiten ergibt das eine reine Fahrtzeit von ca. 7,5 Stunden. Hin und zurück sind das dann nach Adam Riese 15 Stunden. Unser Set umfängt mittlerweile ziemlich genau eine Stunde. Unser Soundcheck (ich zähl das jetzt mal mit zur Spielzeit, weil das auch immer Spaß macht) dauert ca. 45 Minuten. Aufgerundet sind das ca. 2 Stunden. Die Wartezeit gestern in Kamenz, also die Zeit vor und nach dem Soundcheck und unserem Liveset, betrug noch mal ca. ca. 3 Stunden. Schlussendlich stehen ca. 2 Stunden Musikmachen 18 Stunden sitzen gegenüber. Hmmm… ausgeschrieben sieht das irgendwie seltsam aus… Andererseits muss dass ja durch vier, also uns, geteilt werden. Dann warten wir nur noch 4,5 Stunden. Logisch oder? Und außerdem muss man ja jeden Zuschauer mit in die Rechnung einbeziehen. Wenn also ca. 50 Leute unserem einstündigen Set zuschauen, muss dass ja auf die gute Seite gezogen werden. Die neue Rechnung lautet dann wie folgt: 2 Stunden Musikmachen durch 4 (schließlich muss man bei einer Gleichung immer alle Variabeln gleich behandeln) x 50 Leute à 1 Stunde Set = 4,5 Stunden sitzen. Das heißt zusammengefasst: 100 > 4,5. Das Krokodil würde sich für die 100 entscheiden, weil das ja mehr ist (so hab ich das in der Schule mit den Zeichen gelernt). Wie aus der Rechnung nun also leicht herauszulesen ist, lohnt sich das Musikmachen um ein vielfaches mehr als der Aufwand.
Was dieser mathematische Exkurs nun auch gezeigt hat, ist die Tatsache, dass es in Kamenz ziemlich gut war. Die geile Bühne und die Show vor echt willigen Tänzern hab ich jetzt mal aus der Gleichung rausgelassen, weil das echt schwer geworden wäre in Zahlen zu fassen.

Mathe ist sexy
INFIGHT

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